Die Rasenpflege
Fachrichtung: Gartenbau  
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Folgende Punkte gilt es zu beachten, wenn Sie das ganze Jahr über Freude an Ihrem grünen Teppich haben wollen:
- Wässern:
 
Wie jede Pflanze braucht auch das Gras ausreichend Feuchtigkeit. Die meisten verwendeten Arten, vor allem jene, welche schön grün bleiben sollen, sind sogar ausgesprochenen feuchtigkeitsliebend. Zudem stehen Gräser gerne auf durchlässigem Boden (dies ist der Grund, warum wir den Rasen häufig mit Sand überziehen), und vertragen so regelmässiges Giessen.
Besonders im trockenen Frühling und Sommer, sowie nach einer Sanierung ist es wichtig, dass regelmässig z.B. mit dem Rasensprenger abends gegossen wird.
Am besten macht man das alle 2-3 Tage und lässt pro Fläche rund 30 Min. regnen.
 

- Düngung:

Ein normaler Rasendünger, z.B. Ha-Ras Duro von Hauert, enthält neben Phosphat, Kalium und Spurenelementen rund 18 % Stickstoff. Dieser liegt im Idealfall zur Hälfte in rasch wirkender Form und zur Hälfte in anhaltend wirkender Form vor.
Von so einem Dünger streut man sehr gleichmässig 3 Mal pro Jahr (März/April, Mai/Juni, Juli/August, September) je ca. 30 - 50 Gramm pro m2 aus. So bleiben die Gräser schön grün und kräftig, das Unkraut und das Moos werden weitgehend unterdrückt und der Rasen erfreut sich bester Gesundheit.
Weitere Möglichkeit:
Rasen Expert Standard (Bezug bei Landi und Gartencenter)
Pro Jahr ca. 60g/m2 in drei Gaben (April, Juni, September) gleichmässig ausbringen. Pro Gabe ca. 20g/m2
 
 
- Mähen:
 
Ohne richtigen und regelmässigen Schnitt gibt es keinen schönen Rasen. Am besten schneidet ein
Spindelmäher, das sind die Maschinen, die man früher von Hand geschoben hat. Mit den heute
gebräuchlichen Sichelmähern wird das Gras eher abgeschlagen als abgeschnitten, was bei schlecht geschliffenen Messern zum Ausfransen der Halme führt und diese Spitzen werden dann gelb oder braun.
Je häufiger ein Rasen geschnitten wird, desto besser entwickelt er sich und haben auch Unkräuter (heute sagt man eleganter Beikräuter) keine Chance. Ein Optimum liegt bei zwei Schnitten in der Woche bei regelmässiger Düngungen und Wassergaben. Meist reicht aber ein Schnitt alle ca. 10 Tage, aber viel länger sollte nicht gewartet werden. Bei sehr häufigem Mähen kann das Schnittgut liegen gelassen werden, in der Regel ist es aber besser, wenn es kompostiert oder z.B. bei Himbeeren als Mulchschicht aufgetragen wird.
 
- Rasenprobleme
 
Nicht ganz einfach sind zu bekämpfen sind grasartige Unkräuter wie z.B. Hirsen. Diese sind einjährig, beim ersten Frost werden sie braun und sterben ab. Wenn im Frühjahr die Bodentemperatur 23o erreicht, beginnen die sich im Boden befindenden Samen auszukeimen. Je wärmer die Witterung ist, desto eher besteht die Gafahr, dass sich die Hirsen ausbreiten. An schattigen Stellen keimen sie kaum. Am besten behandelt man die Hirsen vorbeugend, indem ab Mitte April das Auflaufen der Hirse mit dem Spritzen von Pretox-wp Royal verhindert. Nach 6 Wochen ist die Behandlung zu wiederholen. Hat die Hirse bereits gekeimt, kann man sie im frühen Stadium mit Dictomil Royal bekämpfen. Als sehr effektiv erweist sich auch das Wässern der gefährdeten Rasenfläche bei heisser Witterung.

Breitblättrige Unkräuter wie Klee, Günsel, Ehrenpreis, Wegerich, Löwenzahn etc. sind zumeist ein Zeichen von mangelnder Nährstoffversorgung und können bei guter Pflege des Rasens weitgehend verhindert werden. Eine geringe Anzahl von breitblättrigen Kräutern ist aber im Rasen immer vorhanden und da wir zumeist darauf nicht Golf spielen, bestimmt auch tolerierbar. Ähnlich verhält es sich auch mit Moos, zumeist ein Zeichen von zu wenig Nährstoffen und Bodenverdichtung.

Durch ein gezieltes Verticutieren kann beidem zu Leibe gerückt werden ohne Einsatz von Gift.

Pilzkrankheiten, die sich durch Braun- oder Gelbwerden von Rasenflächen bemerkbar machen, haben verschiedene Ursachen. Nach einer dichten Schneedecke im Winter kann Schneeschimmel auftreten, Rotfadenpilze kännen bei 15 -20o spontan auftreten, Hexenringe und weitere Pilzkrankheiten können bei heissem und feuchtem Wetter aufreten. Die Behandlung geschieht am besten durch ausgiebiges Wässern und Düngen, gegebenfalls wirkt auch eine Belüftung (aerifizieren) oder vertikutieren sehr gut. Bei grösseren Schäden empfiehlt sich der Beizug des Fachmannes.

Falls Sie alle diese Regeln beachten, sollten Sie keine Probleme mit Ihrem Rasen haben. Alle ein
bis zwei Jahre ist aber in den meisten Fällen eine gründlichere Sanierung erforderlich, die der Gärtner
gerne für Sie ausführt.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
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