Anforderungen an Sicherheitsschuhe
Die Anforderungen für Sicherheitsschuhe Das, was den Sicherheitsschuh von Schutzschuhen und Berufsschuhen unterscheidet, ist die eingenähte Zehenschutzkappe. Diese Kappe ist fest mit dem Sicherheitsschuh verbunden und kann nur entfernt werden, wenn der Schuh zerstört wird. Ein Sicherheitsschuh ist dann ein Sicherheitsschuh, wenn die Zehenschutzkappe einer Belastung von 200 Joule standhält. Doch was heißt das? Prüfenergie 200 Joule --> 1kg Gewicht aus 20m Fallhöhe --> 20kg Gewicht aus 1m Fallhöhe --> 2kg Gewicht aus 10m Fallhöhe Einlegesohlen für die Sicherheitsschuhe sind nur dann erlaubt, wenn sie den Durchgangswiderstand des Schuhs nicht über die zulässigen Grenzwerte erhöhen. Zusatzanforderungen für besondere Anwendungen Die folgenden Kürzel bieten einen Überblick über die Zusatzanforderungen, denen Sicherheitsschuhe unterliegen können. Mit dieser Tabelle ist es leicht herauszufinden, welcher Sicherheitsschuh gebraucht wird: A = Antistatische Ausrüstung:  Die Schuhe verhindern eine statische Aufladung des Trägers, bzw. dämmt diese ein. E = Energieaufnahme im Fersenbereich:  Durch die Energieaufnahme im Fersenbereich werden die Gelenke entlastet, Unfällen wird vorgebeugt und das Laufgefühl im Sicherheitsschuh ist angenehmer. P = Durchtrittsicherheit:  Um die Verletzung durch scharfe und/oder spitze Gegenstände zu vermeiden, wird die Durchtrittsicherheit durch eine robuste (Stahl)Zwischensohle im Sicherheitsschuh gewährleistet. M - Schutz des Mittelfußknochens:  Eine Schutzkappe über dem Mittelfuß (aus Aluminium, Stahl oder Kunststoff) ist am Sicherheitsschuh außen oder innen befestigt. So werden Stöße oder Schnitte gemildert und das Verletzungsrisiko sinkt. CI = Kälteisolierung: Um optimalen Schutz vor Kälte bieten zu können, sind kälteisolierte Sicherheitsschuhe innen gefüttert (Wolle oder Synthetikfaser). Hinzu kommt eine wärmende Einlegesohle. Auch das Obermaterial ist Kältebeständig. HI = Wärmeisoliert:  Durch spezielle Kunststoff-Zwischensohlen wird eine Hitzeabschirmung vom Untergrund her gewährleistet. Auch das Obermaterial ist so behandelt, dass es hohen Temperaturen für eine begrenzte Dauer standhalten kann. Wärmeisolierte Sicherheitsschuhe besitzen keine Metallkomponenten, da diese sich erhitzen können. CR = Schnittfester Schaft: In den Schaft sind Kunststofffaserbündel eingearbeitet, die stark ausfransen, falls es mit einem Kettensägeblatt in Berührung kommt. Durch die Fäden, die sich in der Säge verhaken, wird diese gestoppt. Dem Bein kann so nichts passieren. Es gibt vier Schnittschutzklassen: 0-3. Die Schnittschutzklassen sind an die Laufgeschwindigkeit der Kettensäge gekoppelt. Eine höhere Klasse erlaubt eine schnellere Umdrehungszahl der Kette - dennoch ist der Schutz gegeben. FO = Benzin und Öl resistente Sohle:  Durch spezielle Kunststoffe werden die Sohlen der Schuhe so behandelt, dass sie gegen Benzin, Öl (teils auch Säure oder Laugbeständig sind. WR = Wasserabweisende Sicherheitsschuhe:  Durch spezielle Beschichtungen und Imprägnierungen wird das Obermaterial der Sicherheitsschuhe wasserabweisend behandelt. (Kein Wassereintritt während der ersten 15 Minuten) WRU = Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme des Schaftes:  Durchtritt - In der ersten Stunde kein Wasserdurchtritt. Nach 90 Minuten maximal 2g durch das Schuhoberteil. Aufnahme - In der ersten Stunde wird nicht mehr als 30% Wasser durch das Schuhoberteil aufgenommen. HRO = Hitzebeständigkeit gegen Kontaktwärme:  Spezielle Kunststoffe in der Sohle gewährleisten ein sicheres Tragen der Schuhe, auch wenn es zu kurzzeitiger, hoher Kontaktwärme kommt. ESD-Schuhe: Sicherheitsschuhe mit ESD (electro static discharge) leiten die Ladung des Trägers in den Boden ab. So werden empfindliche Elektronikkomponenten geschützt, auch in der Chemie- und Lackindustrie ist die Ladungsableitung in den Boden sehr wichtig.
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